Reise der Senioren und Veteranen des FCK nach Seefeld – Tirol, 14. - 16. Oktober 2011
Freitag, 14. Oktober 2011
Pünktlich um 08.00 Uhr verliess der Schneider ****Luxus-Car Kirchberg mit 31 wohlgelaunten FCK-Altherren Kirchberg Richtung Osten. Nach einer kurzweiligen Fahrt (es gab vor allem in hinteren Teil des Cars allerhand Gerüchte und Lugine zu erzählen) mit Kaffeehalt in der Ostschweiz erreichten wir Braz . Im ****Gasthof Traube vernichteten wir unseren ersten Viergänger mit österreichischen Spezialitäten. Dazu genossen wir Zweigelt. Dies sollte dann unser ständiger Begleiter bei den kulinarischen Höhenflügen sein.
Die Weiterfahrt über den Arlbergpass verschliefen die meisten der Gesellschaft. Ob des opulenten Mahles war Müdigkeit eingekehrt. Und so trafen wir bald wie geplant in Seefeld im ****Ferienhotel Kaltschmid ein. Nach dem Zimmerbezug, dieser war gar nicht so einfach im Irrgarten dieses riesigen Hotels mit den vielen Gängen und Anbauten, wurde sofort die Gegend ausgekundschaftet. Einige spazierten im Feld um den See. Andere suchten sich ein gemütliches Lokal um ein Bierchen oder einen grünen Veltliner zu genehmigen.
Der nächste Checkpoint war dann das Abendessen. Wir genossen wieder einen Viergänger mit Dessert- und Käsebuffet. Während anschliessend einige an der Hotelbar einheimische Weinspezialitäten degustierten, rückten andere bereits in das Trainingslager für das am Folgetag geplante Länderspiel ein. Dazu muss man sagen, dass Inhouse eine vollständige Infrastruktur mit Pubs, Dancings und Nachtlokalen vorhanden war.
Samstag, 15. Oktober 2011
Nach einer längeren oder kürzeren Nacht traf man sich zum Frühstück und zum Austausch der im Trainingslager erlebten Abenteuer. Diese erinnerten mehr an Jägerlatein. Auf alle Fälle gab es einiges zu lachen.
Dann hiess es Fussballtaschen packen und ab zum Länderspiel. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir den schmucken Fussballplatz des TS Raika Stams. Nach einer ersten Besichtigung des gepflegten Rasens ging es zum Umziehen in die Kabine. Voller Selbstvertrauen stellte sich dann die FCK Altherren Auswahl den österreichischen Freunden. Anfangs war das Spiel ausgeglichen. Die Österreicher konnten sich jedoch je länger je mehr Torchancen erspielen. Es war deutlich sichtbar, dass das harte Trainingslager bei den FCKlern seine Spuren hinterlassen hatte. Nachdem bereits in der ersten Halbzeit zwei Schlüsselspieler des FCK das Feld verletzungsbedingt verlassen mussten (der eine mit Muskelfaserriss, der andere mit einer Rippenprellung) war es mit zehn gegen elf nur eine Frage der Zeit, bis die Gastgeber ein Tor schiessen würden. Nach dem für sie erlösenden 1 : 0 haben sie der FCK-Zehn dann einen Spieler zur Verfügung gestellt, damit wenigstens die Anzahl Leute auf dem Feld ausgeglichen war. Die Stamser legten dann noch ein Tor nach. Der Schlussspurt des FCK war jedoch fulminant. Kurz vor Schluss erzielten sie den Anschlusstreffer und zum wohl etwas schmeichelhaften Unentschieden fehlte nur wenig. Die Kirchberger kamen nochmals zu einer hochkarätigen Chance. Zu dieser meinte einer der betagten Zuschauer aus der Schweiz: „So einen mache ich aus dem Rollstuhl“. Alles in allem war es ein gerechtes Resultat, erspielten sich doch die Stamser viel mehr Torchancen. Die Verantwortlichen des FCK mussten dann zugeben, dass ein so intensives Trainingslager kurz vor einem Länderspiel suboptimal war und dass in Zukunft sorgfältiger geplant werde. Auf das Spiel angesprochen meinte einer der FCK-Recken: „Die Schwäche war stärker“.
Nach einem hart verdienten Bier und der erfrischenden Dusche zeigten sich dann die Gastgeber wieder von der guten Seite. Alle genossen die Plätzli vom Grill, den Salat, Bier und Viertele (Zweigelt) und den Kuchen. Herzlichen Dank an unsere österreichischen Freunde. Wir hoffen, euch auch einmal bei uns begrüssen zu dürfen.
Für den Abend war die „sagenhafte“ Wildmoosalm angesagt. Der Wirt ist der grösste Bayern-Fan Österreichs und Gastgeber grosser Prominenz aus der ganzen Welt. Als erstes aufgefallen ist uns eine grosse Flagge der SCL-Tigers über dem Eingang Dies war das erste Highlight. Das zweite folgte dann in Form eines Schnapserls aus dem Brunnerl als Welcome-Drink. Dann folgte der erste kulinarische Höhepunkt: Das „Vorspiel“. Dies war eine Portion warmer Fleischkäse (die Spezialität des Hauses) mit süssem Senf, Meerrettich und Bratkartoffeln; wirklich lecker. Dann als Hauptgang „Spiel ohne Grenzen“: Eine kalte Platte mit verschiedenen Fleisch- und Wurstwaren aus dem Tirol. Mit der Menge waren dann einige definitiv überfordert. Auf alle Fälle war es ein Mordsgaudi. Des passt...
Zurück im Hotel zogen sich einige direkt auf das Zimmer zurück während andere wiederum in das Trainingslager einrückten. Diejenigen, die nach Mitternacht zurückkehrten hatten insofern Pech, als dass sie nicht mehr in ihre Zimmer eingelassen wurden. Durch einen Fehler waren sämtliche Zimmerschlüssel der FCK-Altherren abgelaufen und mussten an der Hotelrezession neu programmiert werden.
Sonntag, 16. Oktober 2011
Beim sonntäglichen Frühstück wurde auffallend weniger Jägerlatein erzählt. Das lag wohl daran, dass einige das Frühstück ausliessen und direkt zur Besammlung für die Abfahrt eintrafen.
Jetzt freuten wir uns auf die Besichtigung der Bergisel-Schanze in Innsbruck. Wir erlebten eine kompetente Führung durch einen Österreicher namens Ammann. Nomen est omen. Die Sicht vom Anlauf der Schanze nach unten ist wirklich atemberaubend und furchterregend. Der Springer sieht den Schanzentisch, den letzten Teil des Auslaufs und... den Friedhof.
Der Rundgang machte hungrig. Deshalb fuhren wir mit dem Bus zurück nach Stams, wo wir bei der Familie Ötzbrugger im Stamserhof Halt machten. Wir genossen wiederum ausgezeichnetes Mittagessen. Das heisst nicht ganz alle. Einer hat ein Nickerchen auf einem Bänkli unter einem Baum vorgezogen.
Nach einem kurzen Verdauungsspaziergang ging es bereits wieder Richtung Schweiz. Auch jetzt verschliefen die meisten die Fahrt über den Arlberg. Nach einer ruhigen Fahrt trafen wir dann wie geplant zu Hause ein.
Bei schönstem Herbstwetter (auch wenn die Temperatur manchmal „unter Minus oder unter Plus“ war) genossen wir drei wundervolle Tage. Vielen herzlichen Dank an Dino und Edi für die perfekte Organisation und das Rekognoszieren. Alles hat wunderbar geklappt. Ein Dank geht ebenfalls an den anonymen Spender, der die Bierchen und Softdrinks im Bus übernommen hat. Ich freue mich auf das nächste Jahr.
Einer der dabei war.