Reise der Veteranen nach Barcelona
vom 24. – 26. Oktober 2009
Noch nie, in der langen Tradition dieses Events, gingen wir so früh (morgens um 03.00!!!) los, noch nie war die Teilnehmerzahl (leider) so klein und noch nie wurde so viel improvisiert! Aber, es hat sich gelohnt! Nun, schön der Reihe nach....
Um Punkt 03.00 Uhr (!) besammelte sich unsere 16-Köpfige Reisegruppe auf dem „Trube-Parkplatz „ und sodann wurden wir per Bus zum Flughafen nach Genf kutschiert. Swiss-Flug LX1940 brachte uns flugs nach Barcelona, wo bereits ein Car zu unserer Verfügung stand. Da wir für den Hotelbezug zu früh waren, nahmen wir mit dem Bus, unter kundiger Führung unserer Reiseleiter Hans Gloor und Marcel Schär , schon mal eine erste Stadtbesichtigung vor. Vorbei am Camp Nou ging es bald einmal hoch zum Hausberg von Barcelona auf den TIBIDABO. Bei „Kaiser-Wetter“ genossen wir die fantastische Rundsicht auf die darunterliegende Stadt und das Hinterland. Nach einem (endlich..) ersten Bierchen auf der Terrasse fuhren wir dann wieder hinunter ins Zentrum der Metropole Barcelona. Ein weiteres Ziel und ein Muss auf unserer Tour war die Besichtigung der Basilika „SAGRADA FAMILIA“. Die von Antoni Gaudì entworfene Kirche im ursprünglich neukatalanischen Stil wurde 1882 begonnen, jedoch bis heute nicht vollendet!
Via Placa Espanya und Avinguda del Paral-lel erreichten wir das Hostal Abrevadero, wo wir unsere Zimmer bezogen. Alsdann zeigte sich bei allen der sprichwörtliche Pionier- und Entdeckergeist, welcher den echten FCKler auszeichnet und - ...ein Hungergefühl! Also, zuerst Essen und dann weiter die Stadt erkunden! Gleich um die Ecke bei unserem Hostal wurden wir fündig und bekamen im schmucken Restaurant „L’Antic Magatzem“ ein erstes Schmackerl der hervorragenden katalanischen Küche vorgesetzt. Frisch gestärkt schwärmten wir nun in kleineren Gruppen aus, um einen ersten Augenschein bei der Rambla und am nahen Hafen zu nehmen. Schon fast kitschig schön war dann das Apéro bei Sonnenuntergang am PORT VELL, dem Jachthafen Barcelonas.... Abgerundet wurde dieser erste lange aber wunderbare Tag mit einem gediegenen Nachtessen im legendären, 1836 gegründeten Restaurant „7 Portes“ welches nebst uns auch schon viele (andere) Prominente mit seiner katalanischen Kochkunst begeisterte. Selbstverständlich ging es dann noch auf einen Verdauungsspaziergang an die Rambla...
Den Sonntag liessen einige sehr gemütlich angehen, was auch, nach dem ereignisreichen Vortag, verständlich war... Einige Unentwegte allerdings machten sich schon früh auf, um den nahegelegenen PARC DE MONTJUÏC und das angrenzende Olympiagelände von 1992 zu erkunden! Andere flanierten, wie echte Spanier, durch die Rambla und die historische Altstadt oder genossen im Parco Güell einen Kaffee. Pünktlich, zur abgemachten Zeit, tröpfelte einer nach dem andern, vom Hunger gezeichnet, an der PLACA REAL ein. Von da aus ging es im Sauseschritt zum nächsten kulinarischen Höhepunkt! Ziel war das einmalige und fantastische Restaurant CARACOLES!
Wer in Barcelona ist und das Caracoles nicht aufsucht, verpasst etwas! Nicht nur, dass Speis & Trank hervorragend sind, nein, auch die Atmosphäre dieses einmaligen Restaurants weiss zu begeistern! Um zu den Speisesälen zu gelangen, muss man zuerst durch die ganze Küche laufen! Angefangen mit „Jamón serrano“, „Anchoas de L’Escala“ oder den unnachahmlichen „Caracoles“ (einer Art Meeresschnecken) wurde dann im Fortgang mit Fisch, Seafood, Fleisch und dem dazu passenden Rebsaft so richtig zugeschlagen! Fantástico!!!
Vollgefr..... und nach einem Abstecher zurück ins Hotel, wo männiglich sich nochmals puderte, wetterfeste Kleidung und den Feldstecher behändigte, machten wir uns mit der Metro auf zum ESTADIO CAMP NOU! Angesagt war das Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Barcelona und Real Zaragoza! Mit gut 75'000 Anderen sahen wir in diesem atemberaubenden Fussballtempel ein vom Resultat her spektakuläres Spiel des Leaders FC Barcelona. Gleich mit 6:1 putzten die Katalanen ihren Städtenachbarn weg, welcher Messi & Co. nichts entgegen zu setzen vermochte! Obwohl im Vergleich zum Camp Nou das Wankdorf wie ein Bonsai-Stadiönchen erscheint, mussten wir nach Spielschluss konstatieren, dass mindestens die Gastro-Kultur im Wankdorf wesentlich besser ist! Das „Puff“ bei der Metrostation veranlasste einige dazu, sich in der Nachbarschaft nach einem Bierchen umzusehen... Als man sich dann, in der Hoffnung, dass nun das gröbste vorbei sei, auf den Heimweg machen wollte, stand man vor einer verschlossenen Metro! ÖV finito!
Nach einer halsbrecherischen Taxifahrt traf man sich dann doch noch in der Cerveceria beim Hotel zu einem Schlummertrunk! Genial in diesem Lokal war, dass jeder Tisch seinen eigenen Zapfhahn hatte! Abgerechnet wurde am Schluss über die bezogenen Liter, welche jeweils an einem grossen Display angezeigt wurde und natürlich zu einem eigentlichen Wettsa... äh... –rennen führte.
Dieser Tag wird bestimmt als Lehrstück der Improvisationskunst in der Historie unserer Reisen eingehen! Den leider letzten Tag unserer Reise liessen wir gemächlich angehen, da uns ja noch einige Highlights erwarteten. Angesagt war ein Ausflug ins südwestlich von Barcelona gelegene, bekannte Weingebiet PENEDES. Gegen Mittag holte uns der Car zum Ausflug ab und erwartungsfroh fuhren wir südwestwärts. Schon bald entpuppte sich unser Chauffeur als profunder Nichtkenner des Reisegebietes. Als ihm unsere Reiseleitung die von ihnen festgelegte Route und Zielorte kund taten, konnte man geradewegs auf seiner tropfenden Stirne „ non comprende“ lesen... Die Frage nach einem Navi beantwortete er zwar mit einem „si“, aber dann ebenso bestimmt mit einem erneuten „non comprende“! Der Reiseleitung sei Dank kamen wir dann doch noch nach zahlreichen Irrfahrten und Kreiselumrundungen jeweils am vorgesehenen Zielort an. Das Erste Ziel war das bekannte Weingut ALBET i NOYA in Sant Pau d’Ordal. Fachkundig und charmant wurden uns hier 2 Jahrgänge Tempranillo aus dem Penedes zur Degustation kredenzt. Nach einigen verpassten Abzweigungen und weiteren Kreiselumdrehungen (unser Paco gab alles... J) endete unsere Weiterfahrt durch die wunderschöne Landschaft doch noch beim Weingut TORRES in der Nähe von Vilafranca del Penedés. In diesem traditionsreichen Haus, welches auch Weingüter in Kalifornien und Chile besitzt, wurde uns ein Tempranillo aus dem „Ribera del Duero“ sowie ein weisser Chardonney aus dem Penedes zum Verkosten aufgetischt. Nun wurde es aber wieder einmal Zeit etwas für das wohlbefinden unseres Magens zu unternehmen... Der Tipp unseres Gastgebers sollte sich als Volltreffer erweisen. Nach kurzer Fahrt – welch Wunder – erreichten wir im nahegelegenen Vilafranca die Cantina „Tapas y Vinos“ wo wir trotz später Ankunft nochmals ein herzhaftes Mahl vorgesetzt bekamen. Nun wurde es Zeit, etwas widerwillig, uns auf den Heimweg zu machen. Hans zu Paco: „Aeropuerto!“ Paco: „si, comprende!“… und tatsächlich: dieses mal verstand es Paco, uns ohne Umwege direkt zum Flughafen zu bringen! Nach ein paar Bierchen im Flughafen brachte uns dann Swiss-Flug LX 1947 sicher nach Genf zurück wo bereits der Bus Richtung Kirchberg auf uns wartete! Noch war aber das „Abenteuer Barcelona“ nicht zu Ende... Kurz vor der Raststätte Grauholz (Glück im Unglück...) platzte bei unserem Bus der linke Hinterreifen und so mussten wir ein letztes Mal improvisieren, um dann doch noch heil nach Kirchberg zu gelangen!
Es war wiederum eine gelungene, mit vielen Höhepunkten gespickte Reise die allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben wird! Den zu Hause gebliebnen sei gesagt: „Dr heit öppis verpasst!“
Herzlichen Dank an das OK Häusi Gloor und Märçu Schär!!!
Einer der dabei war....