Senioren- und Veteranenreise vom 17. – 19. Oktober 2008 – Lago di Como und Milano

 

Milano – ist DIE pulsierende Wirtschaftsmetropole und heimliche Hauptstadt Italiens! Oft wird diese Stadt touristisch zu unrecht verschmäht. Milano bietet für jeden etwas! Den Dom und die angrenzende Galleria Vittorio Emanuele II sowie der Palazzo Reale muss man gesehen haben! Für Kulturbeflissene ist natürlich LA SCALA ein Begriff, Modefreaks finden alles im Modeviertel der Via Montenapoleone. Auch Nachtschwärmer kommen im Studentenviertel Brera oder an den Gestaden der Navigli auf ihre Kosten und ums Kulinarische muss man sich sowieso keine Sorgen machen... 24 Mitglieder der U81 des FCK wollten wissen, ob das wirklich so ist:  

Fotos

 

Freitag, 17. Oktober 2008

 

 Pünktlich um 08.00 Uhr,  wohlgelaunt und erwartungsfroh fuhren wir mit dem ****-Luxus-Bus von Schneider-Autoreisen Kirchberg los Richtung Gotthard. Auf der Gotthardraststätte bei Altdorf gab es eine erste Kaffee- und Rauchpause. Dann ging es weiter durch das schöne Tessin bis wir kurz vor ein Uhr in Cernobbio am Lago di Como eintrafen. Unsere Reiseleitung meinte es besonders gut und wollte uns direkt am See in der verkehrsfreien Zone aussteigen lassen. Weil eine Wendemöglichkeit  fehlte, musste der Schneider-Luxuscar mit Polizeihilfe rückwärts durch die enge Einbahnstrasse geleitet werde. Darauf meinte einer der FCK-U81: „die söue nid so blöd tue, hingertsi darf me dür ne eibahnstrass fahre“.

 

Nach einem Mehrgänger im schönen Garten des Albergo Ristorante Giardino machten wir uns auf zur Anlagestelle und genossen die kurze Überfahrt per Schiff nach Como. In Como erkundeten die einen sofort die schöne Altstadt und Dom, während andere sich die Gelegenheit nicht entgehen liessen, den Hausberg von Como zu besuchen. Mit dem italienischen „Gurtenbähnli“ machten sie sich auf nach Brunate, um die fantastische Aussicht auf See und Stadt zu geniessen. Dabei gab es mehrere Gelegenheiten für  ein Apéro. Es zeigte sich bald, dass auf der diesjährigen Reise nicht wie üblich Bier sondern „Aperol-Spritz“ DAS Getränk werden sollte. Hier das Rezept für zu Hause: 1/3 Aperol, 1/3 Prosecco (oder Weißwein), 1/3 Soda, eine Orangenscheibe, Eiswürfel.  

 

Nach einer kurzen, zeitlich aber langen Fahrt (Freitagabend-Stau in Milano) trafen wir im ****-Hotel Atlantic beim Bahnhof in Milano ein. Einige nutzten die Zeit bis zum Nachtessen für eine kurze Besichtigung des Bahnhofs, ein sehr imposantes und repräsentatives Bauwerk von Mussolini.

 

Als Z‘Nacht genossen wir einen Mehrgänger im Ristorante La Buca gegenüber des Hotels. Das ist ein schönes Kellerrestaurant mit sardischen Spezialitäten und bekannt für das reichhaltige Antipasti-Buffet. Einige U81er des FCK verwechselten dabei das Buffet mit der Auslage der frischen Fische und legten sich rohe Riesencrevetten auf den Vorspeisen-Teller... ä Guete!

 

Samstag, 18. Oktober 2008

 

Am Samstag Morgen machten wir uns geschlossen auf zur Haltestelle des doppelstöckigen Touri-Busses. Wir hatten eine Tageskarte und konnten so die Sehenswürdigkeiten von Milano sehen und Ein- oder Aussteigen wo wir wollten. Dies wurde rege benützt: Corso Buenos Aires (die längste Einkaufsstrasse der Welt), Dom, Scala, Galleria Vittorio Emanuele, Brera, Castello Sforzesco usw. Wer den Dom nicht bestieg, hatte etwas verpasst. Einige zeigten sich besonders kulturbeflissen und wollten in der Kirche Santa Maria delle Grazie das berühmte Abendmahl von Leonardo da Vinci besichtigen. Sie outeten sich dann aber als Kulturbanausen: Eine Besichtigung erfordert eine Vorausreservation von mindestens zwei Wochen. Andere genossen in dieser Zeit für 22 EUR den teuersten Aperol Spritz ihrer Karriere. Es lebe das sündhaft teure Pflaster von Milano.

 

Für das Abendessen trafen wir uns in den Navigli im Ristorante El Brellin und genossen wiederum einen „leichten“ Mehrgänger. Beim anschliessenden Flanieren durch die Navigli kamen wir in den Genuss eines spontanen Rockkonzerts auf der Strasse. Das geht so: VW-Bus, zwei riesige Lautsprecher und Notstromgruppe auf dem Dach, im Bus Schlagzeug samt Schlagzeuger, Gitarrist, Bassist und Sänger mit Gitarre und Mikrofon – und los geht‘s. Das wäre etwas für das Grümpelturnier. S’het gfägt wine mohre.

 

 

Sonntag, 19. Oktober 2008

 

Am Sonntag morgen hatten wir dann freien Ausgang. Einige nutzten diese Zeit, um mit der U-Bahn nochmals in die Innenstadt zum Dom und der Galleria Vittorio Emanuele zu fahren, gemeinsam mit Mailändern bei schönstem Wetter den Sonntagmorgen-Spaziergang zu geniessen und gönnten sich dabei einen letzten Aperol-Spritz - Flanieren alla milanese.

 

Nach dem Mittag ging’s mit dem Bus ins San Siro zum Serie-A-Spiel AC Milan gegen Sampdoria Genova. Leider hatten wir Sitzplätze mit leicht eingeschränkter Sicht. Es war ein mässiges Spiel, das Milan mit 3:0 gewann (2 x Ronaldinho, 1 x Inzaghi – nicht im Offside). Schweizer waren ebenfalls dabei: Ziegler spielte bei Sampdoria, Senderos bei AC Milan war verletzt und ob Padalino bei Sampdoria gespielt hat, weiss ich nicht mehr.

    

Auf unserer Heimreise am Sonntag-Abend war noch ein Zwischenhalt in Lomazzo geplant. Im Antico Ristorante Cascina Zerba (eine Inter-Hochburg) genossen wir einen letzten deftigen Mehrgänger mit viel Fleisch. Die anschliessende Heimfahrt war sehr ruhig. Die Meisten genossen den Verdauungsschlaf. Kurz nach Mitternacht trafen wir, wohl um einige Kilos schwerer als am Freitag-Morgen, in Kirchberg ein.

 

Der Reiseprospekt hatte nicht zu viel versprochen. Bei schönstem Wetter haben wir drei wundervolle Herbsttage genossen. Milano hat tatsächlich einiges zu bieten und ist jederzeit ein verlängertes Wochenende wert (4 Stunden mit dem Zug ab Kirchberg). Kulinarisch wurde viel geboten und auch sonst kam das Vergnügen nicht zu kurz. Wir haben viel gelacht, obschon im Bus noch nie so wenig Bier getrunken wurde. Herzlichen Dank an Dino und Edi für das Rekognoszieren, herzlichen Dank an Dino für die tadellose Organisation und Reiseleitung. Wir waren sehr gut aufgehoben. Ich freue mich auf das nächste Mal.       

 

Einer der dabei war.

 

 

P.S. Gruss an Markus Misteli, Clubhauswirt: Aperol Spritz gehört auf die Getränkeliste im Clubhaus. Hier das Rezept:

 

1/3 Aperol 

1/3 Prosecco (oder Weißwein) 

1/3 Soda 

eine Orangenscheibe 

Eiswürfel