FCK - Reise Senioren + Veteranen 2006

 

Fotos

 

Reise der Senioren + Veteranen des FCK vom 14. bis 16. Oktober 2006 nach Italien: Alto Adige, Südtirol, Friuli, Udine, Venezia Giulia, Valpolicella.

 

 

Nach einer langen, für viele zu langen Pause, stand heuer wiederum eine Italien-Reise an. Nun, Italien war und ist des Chiupigers Senioren und Veteranen liebste Destination... Mann isst ja so gerne. Umso schwieriger war es nun, eine „Ecke“ zu finden, wo wir unsere Spuren noch nicht hinterlassen haben. 2000 waren wir im Piemont. Dies war nicht nur wegen dem sintflutartigen Regen eine unvergessliche Reise. 2002 dann in der Emilia Romagna, dem „Magen“ Italiens mit seiner deftigen, reichhaltigen Küche, begleitet vom Prosciutto di Parma und dem Parmigiano... Davor in Bergamo, Pisa/Florenz, Este/Chioggia, Desenzano/Verona, 2 x in Cremona und in Abano-Terme/Venedig. Dieses Jahr nun, griffen wir die „Leber“ Italiens an: Das Friaul. Nebst seiner einzigartigen Küche, welche stark unter dem Einfluss der venezianischen sowie der Tiroler Küche steht, gilt das Friaul als Wiege des Grappa.

 

Am Samstag morgen um 06.00 besammelten sich 35 Senioren, Veteranen und Freunde des FCK beim Restaurant Bären Alchenflüh zur diesjährigen Reise. Über Zürich, St. Margrethen, Feldkirch, Arlberg, Landeck gelangten wir mit dem modernen Car von Schneider-Reisen Kirchberg über den Reschenpass ins Vinschgau. Bei der berühmten „Versunkenen Kirche“ am Reschenpass gab es einen Apéro-Halt mit Sightseeing. Im Gegensatz zum nicht sehr einladenden Beizli waren wir von der versunkenen Kirche sehr beeindruckt. Die ganze Geschichte dieses Stausees zeigt den Stellenwert des Südtirols in Italien kurz nach dem Krieg. 1949/50 wurden 2 Dörfer gesprengt und durch einen Stausee überflutet. Die Leute mussten ohne Realersatz ihr Land und die Häuser verlassen. Einzig der Kirchturm wurde aus historischen Gründen stehen gelassen.

 

Eine halbe Stunde später gab es im Hotel Panorama in Mals (das 1. Bio-Hotel in Italien) ein Mittagessen mit typischer Südtiroler Küche. Der österreichische Einfluss war unverkennbar. Geschmeckt hat es ausgezeichnet.

 

Leicht verspätet ging es auf die Weiterfahrt nach Kaltern. Die Degustation der verschiedenen gebrannten Wasser nach dem Mittagessen dauerte etwas lange. Leider war es dann aus zeitlichen Gründen nicht möglich, in der Kellerei Kaltern am Kalterersee den lokalen Traubensaft zu degustieren. Um so mehr freuten wir uns auf den kleinen Bummel durch Riva del Garda und das Apéro am See. Aber auch hier hatten wir Pech. Wegen eines Kongresses war die Innenstadt gesperrt und wir hätten zu viel Zeit verloren.

 

Nach einer kurzen Weiterfahrt nach Rovereto bezogen wir im gleichnamigen Hotel unsere Zimmer und machten uns auf zum Städtebummel in der schmucken Altstadt mit Apéro. Die Umgebung Roveretos war Schauplatz schwerer Kämpfe im ersten Weltkrieg. Rovereto gilt aber als Stadt des Friedens. Kurz vor Kriegsende wurden die Kanonen eingeschmolzen und zu Kirchenglocken verarbeitet. Um 20.30 Uhr trafen wir uns zum Nachtessen in der „Osteria del Pettirosso“. Im Gewölbekeller genossen wir das ausgezeichnete mehrgängige Menu mit der für die Region typischen Polenta in Variationen. Zum Digestivo gab es neben dem obligaten FCK-Lied einige gesangliche Leckerbissen von „Dschönnu“. Dieser war dann nicht mehr zu bremsen, bestellte für das Personal „Aria con ghiaccio“ und kaufte die Beiz.

 

Am Sonntag um 08.30 Uhr ging es weiter nach Bassano Del Grappa. Bassano del Grappa ist eine bedeutende Kleinstadt mit bewegter Geschichte an den Ufern der Brenta nordöstlich von Vicenza. Wahrzeichen der Stadt ist die berühmte Brücke Ponte Vecchio. Heute floriert in der Stadt eine blühende Grappa-Produktion. Nach einem Apéro bei Nardini degustierten wir beim Konkurrenten Poli und deckten uns mit den verschiedensten Grappe ein. Dem UBS-Vertreter unserer Gruppe hat das so gut gefallen, dass er alle mit einem Souvenir in Form einer kleinen Flasche Grappa beschenkte. Nochmals herzlichen Dank.

 

Im Ristorante „Birreria Ottone 1870“ nahmen wir ein Mitagessen mit allem „Drum und Dran“ ein. Natürlich wieder mit den für die Region typischen Variationen Polenta. Nach dem feinen Essen gab es noch die Gelegenheit zu einem Verdauungsbummel im malerischen Städtchen.

 

Nach einer 3 Stündigen Carfahrt erreichten wir das Ziel des Tages: Udine. Hier bezogen wir im Hotel Allegria unsere Zimmer. Dieses wunderschöne, neue Hotel befindet sich in der Altstadt, unweit der belebten Fussgängerzone. Leider hatten wir nicht die Zeit, das hauseigene Bocciadrom mit den 2 Bahnen zu testen. Das Nachtessen wartete. Neben den für die Region typischen Variationen von Polenta überraschte uns Dino mit einer weiteren italienischen Spezialität: Baccalà, oder auf deutsch Stockfisch. Einige hatten die Ausrede, dass sie nach bereits fünf Gängen (oder waren es sechs?) einfach satt sind, anderen war wohl der Fischgeruch zu stark in die Nase gestiegen. Auf alle Fälle hat ausser Dino (der musste ja wohl) kaum einer ausgegessen.

 

Leider blieb sehr wenig Zeit zur Stadtbesichtigung. Um Mitternacht war die sonst belebte Innenstadt wie ausgestorben. Für ein Bier auf der Piazza Matteoti in der Fussgängerzone hat es aber dennoch gereicht. Ich werde Udine wohl wieder einmal besuchen müssen, um das Verpasste nachzuholen.  

 

Am nächsten Morgen ging es mit einer halbstündigen Verspätung (unser Car hat rückwärts einen PW gerammt) kurz nach 09.00 Uhr weiter Richtung Valpolicella. Zur Verkürzung der Reise hatte Hans Gloor einen Wettbewerb mit 15 kniffligen Fragen zum italienischen Wein vorbereitet. Als klarer Sieger ging, zur Verblüffung aller, unser Neo-Italiano hervor. Böse Zungen behaupten, „italienische Weine“ sei bereits das Thema seiner Prüfungsarbeit zur Einbürgerung in bella Italia gewesen und sein Wissen sei deshalb so umfangreich.

 

Nach einer kurzweiligen Reise erreichten wir die Kellerei Speri in Pedemonte bei Verona. Bei der Firma Speri handelt es sich um einen Familienbetrieb, welcher nur Trauben der eigenen Weinberge verarbeitet. Es ist eine der besten Adressen für Amarone. Der Jahrgang 2001 von Speri wurde letztes Jahr von Gambero Rosso zum Amarone des Jahres erkoren. Auch die junge und bezaubernde Signorina Speri wurde ihrem Namen gerecht und machte ihre Betriebsführung ausgezeichnet. Einige unserer älteren Herren waren kaum zu halten. Die Degustation war den hohen Erwartungen entsprechend und die Weinfreunde haben sich höchst zufrieden mit grösseren Mengen Amarone und Valpolicella eingedeckt.

 

Nach einer kurzen Weiterreise nach Bardolino erreichten wir an der Promenade des Gardasees das Ristorante Loggia Rambaldi. Bei schönstem Wetter genossen wir auf der Terrasse noch einmal ein feines, typisch italienisches, Essen – für einmal ohne Polenta-Variationen.

 

Die Heimfahrt im Car (Mittagsschlaf, Diskutieren, Lachen) verlief ohne grössere Probleme. Müde und wohlgenährt erreichten wir am Montag abend gegen 23.00 Uhr Kirchberg.

 

Nochmals herzlichen Dank an die Organisatoren Dino Küffer und Hans Gloor für die Organisation und allen Teilnehmern für die drei schönen Tage bei allerschönstem Wetter. Den Baccalà werden wir nie vergessen. Ich freue mich auf das nächste Mal.

 

Einer der dabei war.

 

 

 

PS: zu guter Letzt erlaubt mir - im Namen einer grösseren Anzahl der Teilnehmer - ein paar Wünsche für ein nächstes Mal: Eine etwas kürzere Carreise, Übernachtungen am gleichen Ort, 1 bis 2 kleinere Ausflüge, genügend Zeit zum Bummeln und Shoppen. Die gemeinsamen Essen möchten wir aber auf keinen Fall missen.   

 

 

Reise-Prospekt