FCK Senioren- und Veteranen-Reise nach Frankreich

vom 17. - 19. Oktober 2003

 

Die diesjährige Reise führte uns nach den letzten italienisch geprägten Jahren wieder einmal nach Frankreich. Die 30 im besten Alter stehenden Herren waren gespannt, was das Programm "Côtes du Rhône - Avignon - Alpes" an Neuem bringen würde und was die beiden Frankreichkenner Hans und Marcel vorbereitet haben.

 

 

Karten vom Côtes du Rhône:

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Hier die Höhepunkte der 3-tägigen Reise in zeitlicher Abfolge:

 

 

Freitag, 17.10.2003

 

Degustation im Weinkeller von Henri Gallet in Ampuis

Die Domaine Gallet ist ein 3ha-Anwesen etwas abseits in den Hügeln der Côte Rotie, welches von der Familie Gallet seit 1807 in 6. Generation bewirtschaftet wird. Es wurden nicht nur Wein (Côte Rotie besteht aus Syrah- (mind. 80 %) und Viognier-Trauben) sondern auch Wurst und Chevre (Ziegenkäse) degustiert. 

 

 

Mittagessen im "Le bistrot des vins" in Crozes Hermitage

Das "bistrot des vins" ist ein idyllisches und sehr spezielles Restaurant. Dementsprechend war das Essen. Das Cassoulet (Eintopf mit Kartoffeln, Zwiebeln, Wurst etc.) werden einige kaum so schnell vergessen. Vor allem die schwarze Wurst (es war eine Gemüsewurst mit etwas Fleisch) und der Käse (Roquefort) kamen nicht bei allen gut an und werden manchem Feinschmecker sein Vorurteil über die kulinarischen Schwächen der französischen Küche bestätigt haben.

 

 

Nachtessen bei "La Mère Germaine" in Châteauneuf-du-Pape

Im Restaurant gastronomique haben wir dann ein ausgezeichnetes Abendessen mit einem Stück guten Fleisch genossen.

 

 

Avignon

Das Hotel Mercure liegt an ausgezeichneter Lage direkt neben dem Papstpalast in der Fussgängerzone. Obwohl wir auf der berühmten Brücke von Avignon nicht getanzt haben, waren wir trotzdem sehr beeindruckt von Brücke und Papstpalast. Auch das Nachtleben von Avignon wurde kurz genossen. Für einen schnellen Drink sind einige mitten in der "Anrichte" von Avignon in einer Schwulenbar gelandet. Die drei jungen Frauen (was machen Frauen an einem solchen Ort?), verstehen wohl heute noch nicht, warum sie ausgerechnet in einer Schwulenbar vom Schweizer Don Juan angemacht wurden. 

 

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Samstag, 18.10.2003

 

Besuch "Pont du Gard"

Dieses Aquädukt ist wirklich ein Meisterwerk der alten römischen Ingenieure. Es wurde 19 v. Chr. vollendet. Die konstante Neigung der Wasserrinne von 34 cm pro km ist auch nach heutigen Massstäben eine technische Grossleistung. Die Spuren der grossen Überschwemmung von 2002 im Tal des Flusses Gard waren noch deutlich sichtbar. Übrigens: Ende November wurde das Gebiet bereits wieder grossflächig überschwemmt.

 

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Weindegustation in Tavel

Das Gebiet um Lirac und Tavel ist berühmt für seinen Rosé.

 

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Mittagessen im Schloss "Fines Roches"

Das wunderschöne Schloss "Fines Roches" befindet sich inmitten der Reben von Châteauneuf. Wir wurden mit einem ausgezeichneten und der Ambiance entsprechenden Mittagessen belohnt. Zu diskutieren gaben das etwas blasierte Auftreten des Personals und die horrenden Preise für den Digestif (Marc, Armagnac).

 

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Courthézon

In Courthézon wurden wir von der Tourismusverantwortlichen Chantal sehr herzlich empfangen. Das Städtchen zählt knapp 5'500 Einwohner und ist 6 km von Châteauneuf-du-Pape entfernt. Sehenswert ist das "Hôtel de Ville" (Gemeindehaus) mit Wintergarten und grossem Park. Gebaut wurde es von Ferdinand de Lesseps, welcher bekannt wurde als Erbauer des Suezkanals.

 

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Am späteren Nachmittag folgte dann das Länderspiel gegen die alten Herren von Courthézon, welches für uns mit 4 : 1 verloren ging. Zu unserer Entschuldigung ist zu sagen, dass das Durchschnittsalter des Gegners mindestens 10 Jahre jünger war.

 

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Nach dem Spiel folgte der verdiente Apéro mit Weindegustation im "Clos Val Seille" Courthézon. Der Weinkeller wird geführt von Jean-Marc Bonvin (nomen est omen), einem vor 3 Generationen ausgewanderten Wallisers, der sein Handwerk im Wallis gelernt hat. Zu degustieren gab es Côtes du Rhône und Châteauneuf-du-Pape.

 

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Am Abend war in der Mehrzweckhalle von Courthézon ein Fête de vigne mit "Diner-Dansant". "Les vieux crampons" (so waren wir auf den Tischreservationen angeschrieben) genossen das mehrgängige Diner, den Mix aus Disco und Live-Musik und den Paso Doblé der Einheimischen. Einige von uns wagten ebenfalls ein paar Disco-Schritte. Als dann eine Dame unbedingt mit einem "banquier suisse" tanzen wollte, war unser Banker froh, dass er als Ausrede eine im Match  erlittene Zerrung vorschieben konnte. Dieser Abend dürfte als Höhepunkt in die Geschichte dieser Reise eingehen.

 

 

Sonntag, 19.10.2003

 

Degustationen in Beaumes de Venise und Gigondas

Beaumes de Venise ist bekannt für seine süssen weissen Muscat-Weine. Gigondas ist ein malerisches Städtchen in einer sehr schönen Weingegend. An beiden Orten wurde noch einmal kräftig zugelangt und eingekauft. Man wollte ja nicht mit leeren Händen nach Hause kommen.

 

 

Mittagessen im "Hôtel du Nord" in Serres (Hautes Alpes)

Nach einer kurzweiligen Fahrt links am Mont Ventoux vorbei durch eine sehr schöne Landschaft gelangten wir nach Serres ins "Hôtel du Nord". Die Gefühle der Reiseleitung waren sehr gemischt. Würde es dort überhaupt etwas zu Essen geben? Es gab etwas. Salade, gigot d'agneaux und gratin mundeten ausgezeichnet. Dass die Bedenken nicht ganz unberechtigt waren, zeigte sich beim Wein. Er kam in Literflaschen auf den Tisch und nach den ersten 5 oder 6 Flaschen war der Wirt bereits ausgeschossen. Wo er dann die kleinen Flaschen und zuletzt noch den Offenwein hernahm und ob wir tatsächlich seine letzten Gäste waren, werden wir wohl nie erfahren. 

 

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Nach diesen 3 erlebnisreichen Tagen waren wir froh, dass wir am Sonntag Abend wie vorgesehen zu Hause angekommen sind. Es war eine schöne Reise mit einer ruhigen und disziplinierten Gesellschaft. 

 

 

Einen herzlichen Dank gebührt unseren Organisatoren. Hans Gloor hat mit Marcel Schär eine sehr schöne und beschauliche Reise zusammengestellt. Auch Frankreich hat in Sachen Landschaft, Essen, Wein und netten Leuten einiges zu bieten. Es war in jeder Beziehung eine Horizonterweiterung.

 

Ich freue mich auf die nächste Reise.

 

Christian Moser